Autismus Peer to Peer Therapie
Seit 18 Jahren führe ich eine heilkundliche, psychotherapeutische Praxis mit den Schwerpunkten Trauma und Autismus – zugelassen nach dem Heilpraktiker Gesetz. Neben der fachlichen Qualifikation und stetiger eigener Weiterbildung zeichnet sich meine Arbeit durch das Konzept der Autismus Peer-to-Peer-Therapie aus. Als selbst vom Asperger-Syndrom betroffene Psychotherapeutin biete ich Patientinnen und Patienten ein unmittelbares, authentisches Verständnis ihrer neurodivergenten Lebensrealität.
Dieser klinische Ansatz sowie die darauf abgestimmten Rahmenbedingungen bieten wesentliche Vorteile im Therapieprozess:
- Konsequente organische Differenzialdiagnostik: Symptome wie chronische Erschöpfung oder Müdigkeit werden nicht unkritisch der Autismus-Spektrum-Störung (ASS) oder einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) zugeschrieben. Um Fehldiagnosen zu vermeiden, erfolgt stets eine sorgfältige Abklärung somatischer Ursachen. Dazu gehört unter anderem die Veranlassung internistischer Kontrollen (z. B. Schilddrüsenwerte oder Nährstoff- und Mangelsymptome, die häufig durch ein autismustypisch selektives Essverhalten entstehen). Siehe auch: ASS typisch herabgesetztes Schmerzempfinden.
- Autismusgerechtes Praxisumfeld: Die Praxisräumlichkeiten sind gezielt reizarm und autismusgerecht gestaltet. Dies minimiert das Risiko einer Reizüberflutung im therapeutischen Setting und schafft die notwendige Sicherheit für die gemeinsame Arbeit.
- Erleichterter Beziehungsaufbau: Da die autistische Wahrnehmungs- und Kommunikationswelt nicht erst mühsam vom Betroffenen übersetzt oder erklärt werden muss, kann von Beginn an ein tiefes Arbeitsbündnis entstehen.
- Fehlinterpretationen werden vermieden: Typisch autistische Verhaltensweisen, Overloads oder Kommunikationsmuster werden direkt richtig eingeordnet und nicht fälschlicherweise als therapeutischer Widerstand oder rein Trauma-assoziierte Symptomlast fehlinterpretiert.
- Validierung statt Anpassungsdruck: Patienten erleben einen geschützten Raum, in dem ihre neurodivergente Identität ohne Maskierung (Masking) validiert wird, was den Heilungsprozess – insbesondere bei komorbiden Traumafolgestörungen – maßgeblich unterstützt.
